Gemeinsame Pressemitteilung des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales und des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz Thüringen will geflüchtete Kinder aufnehmen

20/2020
Erstellt von Anne Bressem und Oliver Will

Innenminister Georg Maier und Migrationsminister Dirk Adams stellen kurzfristige Hilfe in Aussicht

Thüringen ist bereit, Kinder aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufzunehmen. Das betonten heute Innenminister Georg Maier (SPD) und Migrationsminister Dirk Adams (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).

Gestern hatte das Bundesministerium des Innern mitgeteilt, dass die ersten 50 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge nach Deutschland geholt und in Niedersachsen untergebracht werden. „Das ist ein wichtiges erstes Signal, das verdeutlicht – Deutschland und Europa stehen zu ihren Werten“, erklärte Innenminister Georg Maier. „Es ist aber klar, dass diese 50 Kinder kaum Entlastung für die Lager bringen. Der Bund muss sich dafür einsetzen, die Aufnahme weiterer Kinder zu ermöglichen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe, ist Thüringen bereit, seinen Beitrag zu leisten“, so Maier.

Allein im Lager Moria auf Lesbos sollen sich mehr als 20000 Menschen befinden, darunter 1000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

„Die Lage dort ist katastrophal und die gesundheitlichen Risiken wachsen quasi stündlich. Es droht eine Corona-Katastrophe. Deshalb sollte die Aktion ausgeweitet werden“, so Adams. „Thüringen kann dringend benötigte Hilfe leisten und für eine menschenwürdige Aufnahme und Unterbringung sorgen. Dabei geht es zunächst um ganz grundsätzliche Dinge wie ein Dach über dem Kopf, Essen und Trinken. Aber uns geht es darüber hinaus auch um die notwendige medizinische Versorgung und eine gute soziale Betreuung. Die Institutionen des Freistaats und viele freiwillige Helfer werden die Fürsorge gern wahrnehmen.“

Diese Seite teilen:

Das Thüringer Innenministerium in den sozialen Netzwerken: