Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Erster Cell-Broadcast-Test war voller Erfolg Auch in Thüringen haben die Warnsysteme ausgelöst

66/2022

Wenige Sekunden vor 11 Uhr war es, als heute im Innenausschuss des Thüringer Landtags der Lärm einsetzte. Fast alle Smartphones der Ausschussmitglieder tröteten sirenenähnlich zur gleichen Zeit und zeigten die Probewarnmeldung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an. Ein ähnliches Bild auf dem Erfurter Fischmarkt: Menschen zücken ihre Smartphones, um zu schauen, wieso ihre Geräte auf einmal solch einen ungewöhnlichen Krach machen. Nur bei einer Frau, die ein zirka 15 Jahre altes Handy hatte, blieb das Telefon still.

Diese Situation wiederholte sich um 10.59 Uhr ganz ähnlich überall im Freistaat. Das so genannte Cell Broadcast, das heute erstmalig bundesweit getestet wurde, funktionierte bei der Mehrzahl der modernen Smartphones. Wie viele Prozent der Smartphones exakt erreicht wurden, muss die Auswertung des BBK zeigen. „In bin sehr froh, dass das Cell Broadcast klappt. Es ist unser wichtigstes Warnmittel. So können wir einfach und schnell viele Menschen erreichen“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier.

Auch über die Warn-App Nina hat das BBK all jene Menschen erreicht, die sich die App auf ihre Smartphones geladen haben. Die Meldung über die Probewarnung ging auf diesen Geräten ein und ebenso die Meldung über die Entwarnung 45 Minuten später. Als traditionelles Warnmittel waren heute vielerorts in Thüringen Sirenen zu hören. Genau 611 wurden freistaatweit von den Leitstellen angesteuert. Das ist ungefähr jede vierte im Land. „Nicht alle sind bisher auf dem modernsten Standard und können nicht zentral ausgelöst werden. Da müssen die Kommunen nachbessern. Bund und Land unterstützen sie finanziell dabei, auch im nächsten Jahr“, sagte Maier.

Beim zweiten bundesweiten Warntag haben in Thüringen 18 Landkreise und kreisfreie Städte mitgemacht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war dabei – mit Radiodurchsagen und Textinformationen auf den Webseiten. Auch in den Social-Media-Kanälen war der Warntag ein großes Thema. Viele Feuerwehren hatten in den vergangenen Tagen schon diverse Informationen gepostet. In Erfurt waren Informationen auf den Stadtinformationstafeln an den Einfahrtsstraßen Hinweise zu lesen. Und in der Landeshauptstadt sowie in Jena informierten ebenso die digitalen Werbetafeln der Strörgruppe.

Das Thüringer Innenministerium in den sozialen Netzwerken: