Bestattungswesen

Das Bestattungswesen in Thüringen ist vor allem im Thüringer Bestattungsgesetz geregelt. Es dient insbesondere der Wahrung der Ehrfurcht vor den Toten, der Achtung der Totenwürde sowie dem Schutz der Totenruhe und der Totenehrung. Die würdige Bestattung von Verstorbenen und Totgeborenen ist eine öffentliche Aufgabe.  

Das Thüringer Bestattungsgesetz regelt unter anderem das Bestattungswesen (die Bestattungspflicht und die Bestattungspflichtigen, Bestattungsarten, Feuerbestattungsanlagen und in welcher Art die Beisetzung erfolgen kann), das Friedhofswesen, die Überwachung und die Aufsicht über die Aufgabenwahrnehmung sowie einzelne Ordnungswidrigkeitentatbestände.

Außerdem befasst sich das Thüringer Bestattungsgesetz mit dem Leichenwesen (vor allem der Leichenschau durch einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt), der klinischen und der anatomischen Sektion, mit dem Toten- und Sektionsschein sowie der Aufbewahrung und Beförderung von Leichen. In diesem Bereich besteht jedoch keine Vollzugszuständigkeit des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales. Hier sind die Gesundheitsbehörden zuständig, insbesondere das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) als oberste Gesundheitsbehörde.

Im Übrigen ist die Aufgabenerfüllung im Bereich des Bestattungswesens, also z.B. der Erlass von Friedhofsordnungen oder Gebührenordnungen und deren Anwendung, Angelegenheit des jeweiligen Friedhofsträgers. Friedhofsträger können in Thüringen die Gemeinden sowie Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sein, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind.

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