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Medieninformationen

Minister Maier besucht Projekt „Krone wachküssen“ in Schweina Für Fördermittel schlägt er Rechtsform „Wirtschaftlicher Verein“ vor


Georg Maier, Minister für Inneres und Kommunales, hat die Bürgerinitiative Krone Schweina e. V. in Bad Liebenstein besucht. Seit über zehn Jahren kümmert sich der Verein im Ortsteil Schweina um den früheren Gasthof „Zur Krone“.

Unter dem Motto „Krone wachküssen“ sanieren die Ehrenamtlichen in Eigenregie Stück für Stück das Jahrhunderte alte Fachwerkgebäude mitten im Ort.  So haben sie seit 2016 unter anderem den Saal abgebrochen, die Rückwand des Gebäudes gesichert, eine Toilette installiert, neue Fenster eingesetzt. Vieles geschieht mit eigenen Händen, anderes erledigen beauftragte Firmen. 

Maier würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen. „Es stärkt den Zusammenhalt, dass sich hier Leute freiwillig zusammenfinden und an fast jedem Sonnabend arbeiten. Sie schaffen etwas gemeinsam, und das ist dann auch sichtbar“, sagte er.  Außerdem leisteten die Männer und Freuen einen demokratischen Beitrag. Durch ihr Engagement sei der alte Gasthof vom Markt. Interessenten aus dem rechten Spektrum könnten ihn nicht mehr für ihre Zwecke nutzen, wie es zum Teil in anderen Orten in Südthüringen geschieht.

Bei seinem Besuch zeigten die Vereinsmitglieder dem Thüringer Kommunalminister das Haus und erläuterten ihm den Baufortschritt. Dabei klagten sie vor allem über die Bürokratie beim Einwerben von Fördermitteln. „Fördermittel sind schön und gut, wenn man sie kriegt. Aber die Eigenanteile sind für uns immer ein Problem. Die müssen wir immer vorfinanzieren. Beim Programm Leader müssen wir vorher nachweisen, dass wir das Geld haben“, sagte Eike Biedermann von der Bürgerinitiative.  Minister Maier schlug den Ehrenamtlichen eine neue Rechtsform vor, den „Wirtschaftlichen Verein“. „Da können Gewinne gemacht werden, um dann wieder zu investieren und Projekte voranzutreiben. Das ist eine gute Sache, die noch wenig bekannt ist“, sagte er. Für die Schaffung von Wirtschaftlichen Vereinen ist in Thüringen das Ministerium für Inneres und Kommunales zuständig. 

Der Minister versprach den Vereinsmitgliedern wiederzukommen. Bei einem samstäglichen Arbeitseinsatz will er mal mitarbeiten. „Wenn sie jemanden mit zwei linken Händen gebrauchen können“, sagte Maier augenzwinkernd.

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